ANGST UND PANIK IM ALLTAG – Wenn wir fremdbestimmt werden und mit Scheuklappen herumrennen

Besonders jetzt ist Angst und Panik spürbar. Die Pandemie Corona sorgt für Ratlosigkeit und Hilflosigkeit. Angst macht sich breit und eine objektive Beurteilung ist nicht mehr möglich.

Ängste können wir unterscheiden in bereits erlebte Situationen, die begründete Ängste mit sich bringen, wie zum Beispiel ein Autounfall und Ängste, die uns suggeriert werden, die wir also noch nie erlebt haben.Die Warnung unserer Psyche ist sinnvoll und soll uns vor großen Schaden bewahren. Jedoch lassen wir uns gerne an der Nase herumführen, da Realität und Fantasie nicht unterschieden werden können. Sogar Träume können uns angsterfüllt aus den Schlaf holen.
Die meisten Ängste, die wir mit uns tragen, sitzen bei uns im Nacken. Es ist aber nicht der Säbelzahntiger, der mit geöffnetem Maul hinter einem steht, nein, es ist das Unterbewusstsein, das im Stress mit dem Bewusstsein ist.
Dabei geht es um Themen wie Anerkennung, Zuneigung, Selbstwertgefühl, Identitätsbestätigung und ähnliches.
Angst ist ein Notprogramm des Körpers und der Psyche und die Wahrnehmung wird gestört. Objektivität und Rationalität gehen verloren und man hat nur noch Scheuklappen auf. Der wichtigste Gedanke ist, dass endlich alles vorbei sein soll.

Unsere Tipps, um Ihre Ängste in Griff zu bekommen

  • Seien Sie bei der Suche nach Ihren Ängsten wie ein Detektiv und fragen Sie sich:
    seit wann habe ich diese Ängste?
  • haben meine Eltern/ Geschwister/ Verwandte auch diese Ängste?
  • sind es meine eigenen Erfahrungen, die zu Ängsten wurden oder habe ich sie nur übernommen?
  • weiß ich wer ich bin und warum ich das tu, was ich tu? Brauchen Sie die Bestätigung von außen für Ihr Sein, um glücklich und zufrieden zu sein?
  • Führen Sie ein Angsttagebuch mit täglichen Einträgen über Ihren gesamten Tagesablauf. Denken Sie dabei auch an Kontakt mit Personen, die hierbei eine ganz wichtige Rolle spielen können.
  • Sobald Sie der Ursache näher kommen, versuchen Sie es mit Mut und Hilfe von außen, der Angst bewusst zu begegnen, sie anzunehmen und aufzulösen.

Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.“ (Marie Curie)