DEPRESSIONEN – Wie Depressionen, Stress und Vitalstoffe zusammenhängen

Circa 10 bis 20 Prozent aller Menschen leiden einmal in Ihrem Leben an einer Depression. Dabei ist die Altersdepression häufiger und liegt bei ca. 15 bis 25%. Die Ursachen sind nicht selten auf der körperlichen Ebene zu finden. Chronische Schlafstörungen, Schmerzen, Müdigkeit und Stress laugen den Körper aus und führen langfristig zu Auswirkungen in der Psyche.

Wie genau eine Depression entsteht ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So können neurobiologische Veränderungen beobachtet werden, die eine Verminderung der noradrenergen und serotenergen Nervenimpulsübertragungen mit sich bringen. Zusätzlich wird eine erhöhte Aktivität von CRH und Glukokortikoiden im zentralen Nervensystem und eine verminderte Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus, sowie eine verstärkte Atrophie des Hippocampus und der frontalen und präfrontalen Hirnrinde festgestellt.

Die Ursache sind hierbei langanhaltende psychosoziale Stressfaktoren, hormonelle Veränderungen und Vitalstoffmängel.

Magnesium gilt als der Antistress-Mikronährstoff und ist wichtig für die neuromuskuläre Erregbarkeit, aber auch für die Erregbarkeit des zentralen Nervensystems. Wissenschaftler der Universität von Vermont publizierten 2015 einen Zusammenhang zwischen einen niedrigen Magnesiumspiegel und Depressionen.

Eisenmangel ist für Erschöpfung und geringere Belastbarkeit bekannt. Im Gehirn ist es erforderlich für die Bildung von Serotonin und Dopamin, für die Funktionsfähigkeit von Synapsen, die Ausbildung von Dentriden und für den Energiestoffwechsel. Ein Eisenmangel führt neben der körperlichen Erschöpfung auch zu einer depressiven Verstimmung oder zur Störung der Hirnleistungsfähigkeit.
Die B-Vitamine sind gerade für depressive Menschen essenziell. Neben der Energieversorgung der Nervenzellen, des Gluathion-Recyclings – Glutathion spielt eine wesentliche Rolle für den antioxidativen Schutz des Gehirns, sind sie für die Bildung von Serotonin, Noradrenalin, Glutamat und GABA erforderlich.

Besonders Vitamin-B12 steht bei Menschen mit regelmäßiger Medikation von Protonenpumpenhemmern und einer beschleunigten Hirnatrophie im direkten Zusammenhang.

Unsere Tipps, um Depressionen im Griff zu halten

  • Bei Medikamenteneinnahmen lesen Sie bitte den Beipackzettel und klären eventuelle Nebenwirkungen, die Depressionen begünstigen, mit Ihrem behandelten Arzt ab.
  • Sorgen Sie regelmäßig für körperlichen und geistigen Ausgleich. Sport, Aktivitäten in der Natur und Abwechslung im Alltag sind essenziell.
  • Setzen Sie sich Ziele, die Sie erreichen wollen und suchen Sie evtl. einen geeigneten Partner, der Sie dabei unterstützt.
  • Eine ergänzende Vitalstoffzufuhr sollte nach vorherigen Messungen mit dem behandelten Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden.

„In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.“ (Sigmund Freud)