KAFFEE ALS SUCHTMITTEL – Ab wann wird der tägliche Kaffee zur Gefahr?

Kaum ein anderes Getränk ist in Deutschland so beliebt wie Kaffee. Der Deutsche trinkt über 160 Liter pro Jahr. So lecker dieses Getränk auch ist, stellen wir uns auch die Frage, wann wird der Konsum zu einer Sucht und welche Folgen hat er?

Können Sie ohne Kaffee gar nicht mehr wach werden? Brauchen Sie für Ihren morgendlichen Stuhlgang Kaffee als Hilfsmittel? Dann sind hier auch schon die ersten Zeichen, dass Ihr Körper vom Koffein abhängig ist. Koffein verteilt sich innerhalb von 5 Minuten im ganzen Körper und braucht ca. 6 Stunden, bis es abgebaut ist. Voraussetzung hierbei ist ein gesunder Entgiftungskreislauf. Eine körperliche Abhängigkeit entwickelt der Mensch im Schnitt ab drei Tassen Kaffee pro Tag. Bei Entzug von Koffein reagiert der Mensch meist mit Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Müdigkeit.

Koffein wirkt stark auf das Nervensystem. Es führt im Gehirn zu einer mäßigen Gefäßverengung und somit zu einer verminderten Hirndurchblutung. Koffein bewirkt die Steigerung von Merkfähigkeit und Kombinationsvermögen, jedoch kann es bei regelmäßigem Konsum auch zu einer paradoxen Wirkung kommen, wodurch es durch Koffein zu Müdigkeit kommt.

Dies kommt häufig bei Überlastung der Stressachse zustande. Koffein sorgt für eine Ausschüttung von Stresshormonen über die Nebennierenrinde. Ist diese bereits überlastet, so wird sie regelrecht ausgepeitscht mit dem Ziel noch mehr Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol auszuschütten.

Die Müdigkeit ist das Signal, dass die Nebenniere nicht mehr kann und eine Pause benötigt.

Unsere Tipps, um Ihren Kaffee-Konsum in Griff zu bekommen:

  • Als Alternative für Ihren täglichen Bohnenkaffee eignet sich hervorragend Lupinen-Kaffee. Er ist koffeinfrei und säurearm.
  • Trinken Sie zusätzlich genügend Wasser. Eine Faustformel lautet: 35ml pro Kilogramm Körpergewicht. Das entspricht bei einer Person mit 80kg 2,8 Liter.
  • Entgiften Sie regelmäßig Ihren Körper, so dass er wieder mit weniger Koffein auskommt und leistungsfähiger wird.
  • Um tägliche Rituale in Griff zu bekommen, können Sie auch auf koffeinfreien Kaffee zurückgreifen. Reduzieren Sie so die Koffein-Zufuhr und behalten Sie den gewohnten Geschmack bei.

“Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Und wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.“ (Jonathan Swift)