MUSKELSCHMERZEN UND CHOLESTERIN – Häufige Nebenwirkungen bei Cholesterinsenkern sind Muskelschmerzen

Ca. 5 Millionen Menschen nehmen täglich Cholesterinsenker in Form von Statinen zu sich. Davon haben fast 10% bei langfristiger Einnahme Muskelschmerzen. In erster Linie sind dabei die Extremitäten und dort vor allem die Beine betroffen. Cholesterinsenker nehmen vor allem Patienten mit cardio-vaskulären Vorerkrankungen zu sich, um ein mögliches Infarktrisiko zu minimieren.

Cholesterin ein wichtiger Bestandteil der Zellen und auch die Grundsubstanz für verschiedene Hormone. Der Körper ist in der Lage das benötigte Cholesterin vollständig selbst herzustellen und ist nicht auf die Zufuhr von außen angewiesen.

Der Körper lagert Cholesterin zur Abdichtung in die Zellwände ein, bei Wassermangel wird zur Abdichtung der Zellwände mehr Cholesterin gebildet, um die Zellen vor Wasserverlust zu schützen. Einen Großteil des Cholesterins befindet sich im Kopf. Das Gehirn besteht überwiegend aus Cholesterin. Aber auch das Nervengewebe enthält viel Cholesterin.

Bei einem erhöhten Bedarf steigen die Cholesterinwerte im Blut. Im Blut sehen wir die aktuell benötigte Menge, die das Zielorgan angeordnet hat. Die Cholesterinwerte werden von den momentanen Lebensbedingungen bestimmt, von der letzten Mahlzeit, vom Wasserhaushalt und vom Stress. Sie können sich in kurzer Zeit ändern und von einem zum anderen Tag erheblich schwanken.

Cholesterinsenkende Medikamente haben Einfluss auf den Eiweißspiegel im Blut  und auch die Eiweißzusammensetzung, sowie auf den Hormonhaushalt, den Wasserhaushalt der Zellen sowie ihren Mineral- und Elektrolythaushalt. Die dabei entstehenden Muskelschmerzen sind Signale des Körpers, die einen Mangel an Mineralien und Spurenelemente mitteilen.

Unsere Tipps, um Ihre Muskelschmerzen  in Griff zu bekommen

  • Besprechen Sie mit Ihrem behandelten Arzt inwiefern eine Änderung der Einnahme von cholesterinsenkenden Mitteln möglich ist.
  • Trinken Sie stündlich 1 Glas Wasser, um einer Dehydration entgegenzuwirken. Sie begünstigt einen erhöhten Cholesterinspiegel.
  • Reduzieren Sie stressauslösende Faktoren und versuchen Sie über regelmäßige sportliche und geistige Workouts den Stress in Griff zu bekommen.
  • Sanfte regelmäßige Massagen an den schmerzenden Stellen, können bei den Symptomen lindernd sein.
  • Eine Fastenkur kann auch hier Wunder verbringen. Bitte wenden Sie sich hierfür an den behandelnden Arzt und gehen mit ihm gemeinsam diesen Weg.

„Sport: eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen.“ (Zitat)