ZÄHNEKNIRSCHEN UND PRESSEN – Folgen und Ursachen von „Zähne zusammenbeißen und durch“

Zähneknirschen kommt bei der deutschen zu etwa 20% vor und ist somit keine Seltenheit mehr. Durch Nachtschienen, die vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden verordnet werden, können die mechanischen Schäden reduziert werden.
Die Annahme, dass die Ursache fehlerhafte Zahnkontakte sind, ist heutzutage weniger vordergründig, wie die zentralen Faktoren emotionaler Stress, Angststörungen, Schlafstörungen, Reflux, Nikotin-, Alkohol-, Koffein- und Drogenkonsum, sowie Nebenwirkungen von Medikamenten.

Zähneknirschen während des Tages scheint dabei eher psychologisch bedingt zu sein, während es in der Nacht eher als zentralnervöse Störung angesehen wird.
Im Volksmund gibt es Redewendungen, die den Zusammenhang zwischen Gefühlen und Gebiss aufzeigen. Es gibt Situationen, da gilt es einfach „Zähne zusammenbeißen und durch“. Man zeigt einem Gegner die Zähne, man beißt sich durch, man beißt auf Granit und am Ende sogar ins Gras. Oft muss man im Leben zähneknirschend oder zerknirscht etwas hinnehmen.

Aber auch psychoaktive Substanzen oder chronische Medikation, können ursächlich für Zähneknirschen und –pressen sein. Psychoaktive Substanzen wie Nikotin, Alkohol und Koffein sind zentral erregend wirksam.

Psychopharmaka wie Antidepressiva, Medikamente zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms (ADHS), Narkotika und Antihistaminika (Antiallergika) können Zähneknirschen als Nebenwirkung haben.

Unsere Tipps, um Ihr Zähneknirschen in Griff zu bekommen

  • Vereinbaren Sie mit einem Akupunkteur, Osteopathen oder Chiropraktiker einen Termin, um funktionelle Störungen, die das Zähneknirschen begünstigen, zu lösen!
  • Regelmäßige entspannende Massagen reduzieren Muskelspannungszustände im Bereich der Halswirbelsäule und Kiefermuskulatur und beruhigen so das zentrale Nervensystem.
  • Machen Sie sich Gedanken, welche Situationen Sie aktuell machen müssen, aber nicht machen wollen und somit einen inneren Konflikt erleben.
  • Regelmäßige Übungen für das Kiefergelenk (maximales Öffnen, nach rechts und links bewegen) und Kiefermuskulatur-Massage (Zeige- und Mittelfinger auf den Muskel setzen und kreisförmig massieren) helfen die Spannung zu reduzieren.
  • Yoga, Meditation, autogenes Training oder andere körperlich und geistigen Trainingsarten sind ideal, um Stress zu reduzieren. Empfohlen werden 2 – 3 mal in der Woche.

„Wenn die Zahnschmerzen anfangen, vergeht der Kopfschmerz sofort.“ (jüdisches Sprichwort)